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    's Heftpflaster 01/21

    Top Thema, Gesundheit, Apotheke

    Wie Natur heilt

    Birgit Kringe ist im Zitronenbaum für die naturheilkundliche Beratung der Patienten verantwortlich und nimmt sich in Einzelterminen Zeit für sie.

     

    Was ist «Naturheilkunde»?

    Das Wort «Naturheilkunde» erklärt sich im Grunde schon selbst. Es besteht aus den drei Begriffen «Natur», «Heilen» und «Kunde». Wer sich daher mit der Naturheilkunde beschäftigt, macht sich kundig, wie die Natur heilt. Sie aktiviert die körpereigenen Selbstheilkräfte, die jetzt eine echte Heilung herbeiführen und das gesunde Gleichgewicht im Menschen wiederherstellen können. Denn heilen kann sich der Körper nur selbst. Sie nützt fünf Elemente der Natur (Luft, Wasser, Licht, Ernährung, Bewegung), um die Selbstheilungskräfte des Menschen wieder zu neuem Leben zu erwecken.

    Welche Heilmethoden umfasst Naturheilkunde?
    Naturheilkunde umfasst verschiedene Heilmethoden:

    Homöopathie: Die klassische Homöopathie ist wohl eine der bekanntesten Therapieverfahren der

    Naturheilkunde. Sie stimuliert die Selbstheilungskräfte des Körpers nach dem sogenannten Ähnlichkeitsprinzip. Sie ist sehr wirksam in akuten Fällen, was bei Kindern sehr geschätzt wird. Sie wirkt schnell, sofern das Mittel gut gewählt wurde.

    Schüsslersalze: Eine weitere alternative Heilmethode ist die Behandlung mit Schüsslersalzen, die nach ihrem Begründer dem homöopathischen Arzt Wilhelm Schüssler benannt wurde. Die Salze passen sich an die Bedürfnisse der einzelnen Patienten an und geben dem Körper in jeder Situation genau das, was er gerade braucht. Je nach gesundheitlicher Störung kann das passende Salz wie aus einem «Baukasten» ausgewählt und entsprechend dosiert werden.

    Mykotherapie: Vitalpilze sind wertvoll für die Gesundheit. Sie ergänzen und unterstützen die Wirkung von klassischen Anwendungen der Komplementärmedizin. Vitalpilze werden bei akuten, chronischen und degenerativen Leiden, sowie zur Vorbeugung eingesetzt. Sie haben keine Nebenwirkungen.

    Phytotherapie: Arzneimittel aus Pflanzen haben eine lange Tradition. Auch in der Kinderheilkunde hat die Phytotherapie ihren festen Platz. Als Tee, Tinktur, Tablette, Tropfen, Salbe und Cremes.

    Zum Beispiel:
    • Euphrasia zur Linderung gereizter
    Augen
    • Aloe Vera bei Sonnenbrand
    • Lavendel zur Beruhigung der Ner
    ven und Seele

     

    Birgit Kringe_GKR1685

    Birgit Kringe ist im Zitronenbaum für die

    naturheilkundliche Beratung zuständig

     

    Wie ergänzen sich Schulmedizin und Naturheilkunde?
    Die Schulmedizin ist in vielen Fällen ein Segen, etwa bei einem Herzinfarkt oder einem Knochenbruch. Die Naturheilkunde dagegen beugt der Entstehung vieler Krankheiten vor und dient bei zahlreichen chronischen Leiden als Therapie genau dort, wo die Schulmedizin oft nicht weiterkommt. Man muss natürlich auch immer die Grenze der Naturmedizin im Auge behalten.

    Welche Rolle spielt die Ernährung in der Naturheilkunde?
    Die naturheilkundliche Ernährungstherapie umfasst eine vollwertige, vorwiegend pflanzliche Ernährung aus Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Kartoffeln, Hülsenfrüchten und Milchprodukten. Auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern können enthalten sein. Eine solche Vollwerternährung ist reich an Ballast-, Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen; beinhaltet dagegen weniger tierische Proteine, gesättigte Fettsäuren sowie Zucker.

    Für wen eignen sich naturheilkundliche Behandlungsmethoden?
    Die Naturheilkunde betrachtet den Menschen als Ganzes und die Behandlung richtet sich voll und ganz auf das Individuum aus. Besonders Kinder und Tiere wie Hund, Katze und Pferd sprechen gut auf Homöopathie an. Die Naturheilkunde kann die klassische Medizin ergänzen und zum Beispiel Erkrankungen wie Myome, Schlafschwierigkeiten, Prüfungsangst, Osteoporose, Darm-, Abnehm- oder Hautprobleme behandeln und hilft beim Aufbau des Immunsystems und beim Entgiften.

    Wie aktiviere ich meine Selbstheilungskräfte?

    • häufige Aufenthalte an der frischen Luft

    • regelmässiges Lüften in Räumen

    • ausreichend Trinken

    • Sport im Freien

    • moderate Sonnenbäder

    • ausreichend Zeit für das Essen nehmen

    • gründlich jeden Bissen kauen

    • persönlichen Essrhythmus finden

    • bestimmte Lebensmittelkombinationen: z.B. Stärkeprodukte nicht mit Zucker kombinieren

    • ausleiten, entsäuern

    Bücher zum Thema:

    • Maxi Quickfinder Homöopathie

    • Maxi Quickfinder Schüssler-Salze

    Weitere Buchempfehlung

     

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